Festjahr 2026 Ortsteil der Gemeinde Litzendorf · Oberfranken
Anno · 1326 — 2026

Lohndorf

Siebenhundert Jahre · Festjahr zum Dorfjubiläum
Rückblick auf das Festjahr

Würdigung & Rückblick.

Ein Dankeschön an alle, die das Festjahr zum 700-jährigen Jubiläum möglich gemacht haben.

Festlicher Jubiläumstag in Lohndorf: Geschichte und großartige Gemeinschaft.

Ein strahlender Sommermorgen, festlich geschmückte Straßen und Blasmusik, die den Ort erfüllte – so begann der große Jubiläumstag in Lohndorf. Am Ortseingang empfingen die Ortsvereine aus Lohndorf und Tiefenellern den 1. Bürgermeister von Litzendorf, Matthias Deuber, sowie die Ehrengäste. Begleitet von den Klängen der Lohndorfer Blaskapellen zog der Festzug zur Kirche, wo der feierliche Gottesdienst den Auftakt der Feierlichkeiten bildete.

Ein Hochamt voller Würde und Zuversicht

Das feierliche Hochamt wurde von Erzbischof Herwig Gössl geleitet, gemeinsam mit Marianus Schramm, dem Leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs, sowie den Geistlichen Oliver Schütz, Werner Wolf und Thomas Okyere, die mit ihm konzelebrierten. In seiner Predigt rief der Erzbischof dazu auf, aus dem Glauben Kraft zu schöpfen, und betonte, dass Lohndorf seit seinen Anfängen christlich geprägt sei. Musikalisch erhielt der Gottesdienst neben der Orgel eine besondere Note durch die Schola und festliche Trompetenklänge.

Festbetrieb im Herzen des Dorfes

Mit beschwingter Marschmusik zogen alle zum Festplatz in der Ortsmitte. Dort begrüßte Gemeinderat Sascha Geuß die Gäste, bevor sich alle zum gemeinsamen Mittagessen einfanden.

Bürgermeister und Schirmherr Matthias Deuber gab in seinem Vortrag einen spannenden Einblick in die Geschichte Lohndorfs. Er stellte heraus, dass jüngste archäologischen Grabungen gezeigt haben, dass die Besiedlung des Eller(n)tals bis in die Zeit von 1200 bis 800 v. Chr. zurückreiche, also weit vor der urkundlichen Erwähnung im Jahr 1326.

Er würdigte das Engagement der Initiatoren und des Historikers Dr. Joachim Andraschke und überreichte als Dank ein Kuvert an Michaela Laufer, die als Vorsitzende des Festausschusses maßgeblich zum Gelingen beigetragen hatte.

Grußworte und Einblicke ins Dorfleben

Herzliche Grußworte richteten der stellvertretende Landrat und Altbürgermeister Wolfgang Möhrlein und der 2. Bürgermeister Matthias Rosenzweig an die Gäste. Anschließend stellten die aktiven Vereine das lebendige Dorfgeschehen in der Reihenfolge von jung nach alt vor:

  • Musikverein Ellerntal (Martin Lorenz)
  • Blaskapelle Lohndorf (Günther Hübner)
  • Lohntaler Schützenverein, LSV (Christelle Babin)
  • Verein für Gartenbau- und Landschaftspflege, VGL (Michaela Laufer)
  • Freiwillige Feuerwehr (Thomas Zeis)

Auch die Musikgeschichte der vergangenen Jahrhunderte wurde kurz beleuchtet, ebenso das Wirken fränkischer Komponisten. Historiker Dr. Andraschke gab einen spannenden sprachwissenschaftlichen Einblick in die Herkunft des Ortsnamens und vertrat die These, dass die frühen Lohndorfer Vorfahren wohl aus Norwegen stammen könnten – ein Thema, das er im November ausführlich vorstellen wird.

Geschichte zum Anfassen und Genuss für alle Sinne

Großen Zuspruch fand die historische Ausstellung, die von Theresia Eismann konzipiert wurde. Sie wird weiterhin in der Andreaskapelle zu sehen sein und kann so auch am anstehenden Kirchweihsonntag besucht werden.

Zur Bildergalerie der Ausstellung

Bei hochsommerlichem Wetter genossen die Besucher regionale Spezialitäten und die Biere der örtlichen Brauereien Hölzlein und Reh. Die beiden Musikvereine des Dorfes sorgten bis in die Abendstunden hinein für ausgelassene Stimmung. Ohne Pause wechselten sich die verschiedenen Gruppen ab – von der traditionellen Lohndorfer Blaskapelle über das Ensemble Blech:Klang und die Nachwuchskapelle bis hin zum Trio „Flotter Dre(i)her“, das mit Steirischer, Gitarre und Posaune den musikalischen Ausklang gestaltete.

Ein Fest, das in Erinnerung bleibt

Lohndorf zeigte an diesem Tag eindrucksvoll, wie lebendig Gemeinschaft, Tradition und Heimatgefühl sein können. Ein Jubiläum, das nicht nur die Geschichte würdigte, sondern vor allem die Menschen, die sie weitertragen.